Installation view 

Auf einem Hochsitz beobachtet ein Hornissennest Leute beim einkaufenArno Selle + Jannis Weu
14.6.- 28.6.2025


Es knisterte über die Hügel wie unsichtbarer Nebel. Die Bewegung ohne einen Körper ermüdete es, und es trieb sehr langsam dahin. Es dachte jetzt nicht. Es war Monate her, dass es zum letzten Mal gedacht hatte, denn das dafür zuständige Gehirn war gestorben. Sie starben immer. Deshalb war es jetzt wieder nackt und voller Furcht.“
- Terry Pratchet - Ein Hut voller Sterne

Slip the headphones on. Here‘s the pulse of traffic, or of microscopic underwater insects. The sound of laser surgery or of light itself. There is no flow that can‘t be coded. No matter no matter how big or small that can‘t be screened and streamed.
- Mckenzy Wark - Dispositions

Schemen tauchen aus dem Rauschen auf und scheinen uns zu einem Deutungsversuch aufzufordern. Arno Selle und Jannis Weu navigieren den Schwarm als zugleich animalisches und digitales Motiv.
Welten setzen sich an Welten, ein Wespennest hängt im Dachstuhl, Haare verschwinden im Abfluss. Zerkaut, eingespeichelt, zu Nistpapier verarbeitet - die Einsamkeit der Einraumwohnung löst sich auf in die Kollektivität des Schwarms. Ein Haus wird bewohnt, ein Körper wird bewohnt, eine Kommentarspalte fließt über. Die autofiktionale Erzählung „Ein Hornissennest auf einem Hochsitz beobachtet Leute beim Einkaufen“ ist Teil des Ausstellungsenvironments. Die beiden Künstler*innen versuchen sich hier an einner nichtlinearen Erzählung, die Objekte, Text und soundbasierte Performance einschließt.