30.1. - 16.2.2025
In deiner Haut, so klamm und kalt. Es klebt, fast feucht doch grad dazwischen. Unwohlsein im Eigenen. Dein Körper wird zum Hassobjekt. In sich findend, das zu Verachtende. Trost suchend
im Opfersein, gemacht zum Opfer durch dich selbst, nicht nur dich selbst, doch durch dich selbst dazu ernannt, lebt es sich leichter mit klarem Feind.
Das Trockene, das Harte als das Ideal nicht zu erreichen nach dem du dich unendlich sehnst. Die Frustration des Weichen als Beginn deines Rückzugs in die Höhle. Weg vom Offenen ins ungesehene Terrain.
Allein gelassen durch das Außen regt kein Widerspruch sich mehr. Allein gelassen mit dir selbst befreist du dich jeglicher Form. Das Ideal nicht hart und trocken, das Ideal wird nun der Hass. Auf dich selbst und auch auf Außen. Was bleibt ist nun das Rohe, ungehemmt von dem davor.
Das Außen für dich schlecht und grausam macht Innen unsicher und unbestimmt. Im kleinen Raum einsam verwitternd doch ein Kontakt ist trotzdem da. Doch nicht allein mit dir im Kleinen. Ganz viele andere auf dich wartend. Der neuen Geschichte angetan läufst du ihr nach als Teil von ihr.
Das Äußere wird abgelehnt, nie hat es dir etwas geholfen, dich nicht beschützt, dich unterworfen. Die Erzählung aus dem neuen Kreis wird zum Finiten. Dein Eigenes wird aufgegeben macht sich
eins mit der Idee. Den anderen geht es wie dir.
Nun siehst du was dich ermuntert, endlich stimmt dir jemand zu, von außen kommt kein Widerspruch, im Recht stehst du und deine Leute, als Gruppe standhaft und gefestigt, wirkt die Kammer nicht mehr still, sie spricht dir nach so oft du willst, nun hörst du dich zum ersten Mal.
Hörst nur noch dich und deinen Kreis hast die Gewalt nun zu entscheiden wen du hörst und wen auch nicht. Doch wollen die vielen anderen wirklich deine Freunde sein? Gräbst dich nur tiefer in
die Höhle. Du weißt nun wer Entscheidung fällt, dich machtlos hält in deiner selbst.
Zum einen bleibst du selbst das Opfer auferlegt von außerhalb, macht dich die Gemeinschaft doch zum Täter gegen das was du nicht bist, gegen das was niemals sein wird, sich dir anpreist, dich
umgibt.
Nun wird der Druck in dir nur größer wo ist es hin das was du suchtest. Drängst nun doch nach außen hin. Denn du kämpfst auch ohne Ziel, du weißt es steht dir etwas zu. Wenn du nicht darfst
warum ein anderer. Willst nicht verändern willst beenden. Dem Grenzkontakt läufst du nun nach.